2017 07 28 pa lehrgang noLkr. Würzburg – Einen Zusatzlehrgang für Atemschutzgeräteträger bot der Fachbereich Atemschutz aufgrund der großen Nachfrage den Feuerwehren im Landkreis Würzburg. Sieben Teilnehmer aus den Feuerwehren Albertshausen, Maidbronn, Opferbaum und Moos ließen sich in den vergangenen Wochen im Rahmen des Lehrgangs im Feuerwehrzentrum des Landkreises in Klingholz zum Atemschutzgeräteträger ausbilden.

In rund 30 Stunden erfuhren Sie Alles, was als Rüstzeug für die weitere Laufbahn als Atemschutzgeräteträger nötig ist.

Historische Aspekte wurden von Lehrgangsleiter Kreisbrandmeister André Ziegler ebenso angesprochen, wie der grundlegende Aufbau, Funktion und Handhabung der Atemschutzgeräte. Gegen welche Stoffe schützt das Gerät und wie lassen sich Atemschutzgeräte einteilen. Weitere Themen waren Einsatzgrundsätze und Gefahren der Einsatzstelle, sowie das Vorgehen im Innenangriff bei Flashover-Gefahr.

Den „Feuerwehr-Azubis“ wurde in der Praxis einiges abverlangt. Bei den Gewöhnungs- und Belastungsübungen rund um das Feuerwehrzentrum und den Hügeln des Umlandes, sowie der Atemschutzübungsstrecke der Staatl. Feuerwehrschule Würzburg kamen nicht nur die Teilnehmer, sondern auch Lehrgangsleiter André Ziegler ordentlich ins Schwitzen.

Eine bestandene Abschlussprüfung, bestehend aus einer praktischen Übung in der Feuerwehrschule Würzburg, sowie einem 50 Fragen umfassenden Prüfungsbogen, machte Teilnehmer zu „frisch gebackenen“ Atemschutzgeräteträgern.

Dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in ihren Berufen für die Feuerwehr da sind, wurde deutlich als die Teilnehmer der Freiw. Feuerwehr Opferbaum bei ihrer medizinischen Eignungsuntersuchung G 26.3 auf Christina Schömig trafen, die für die FF Maidbronn am Lehrgang teilgenommen hat und als Mitarbeiterin einer Arztpraxis die Untersuchung der beiden unterstützte.

Beim Lehrgangsabschluss dankte André Ziegler den Teilnehmern für ihre engagierte Mitarbeit beim Lehrgang. Der Atemschutz-Grundlehrgang stelle die Geburt als Atemschutzgeräteträgers dar. Erst durch laufende Übung, Fortbildung und regelmäßigem Training kann im Laufe der Zeit ein guter Atemschutzgeräteträger entstehen. Als Atemschutzgeräteträger ist man im Einsatz auf sein erlerntes Wissen angewiesen, da kein Berater begleiten kann. Der Auftrag wird dem Atemschutztrupp erteilt, wie im Innenangriff der Auftrag abgearbeitet wird, müssen die Einsatzkräfte selbst entscheiden.

 

Dieser Bericht beruht auf einer Pressemitteilung des FB Öffentlichkeitsarbeit - Text und Fotos: Dirk Wiesner