foto01Bütthard/Oesfeld - Seit dem späten Mittwochabend war ein 86 Jahre alter Mann aus Bütthard verschwunden. Der Mann ist dement und war nicht an die Witterungsverhältnisse angepasst gekleidet. Die Polizeiinspektion Ochsenfurt hat bereits in der Nacht mit starken Kräften unter anderem die Gemeinde Bütthard und die umliegenden Bereiche abgesucht. Am Donnerstagmorgen gegen 7.30 Uhr wurde der Mann im Bereich einer Böschung bei Neubronn (Baden-Würtemberg) durch die Feuerwehr gefunden. Der Rettungsdienst versorgte den Mann, dem es den Umständen entsprechend gut geht.

Gegen 22.00 Uhr hatte der Senior das Wohnanwesen der Familie durch ein Fenster verlassen. Anschließend machte er sich offensichtlich zu Fuß auf seinen unbekannten Weg. Sein Verschwinden wurde wenige Stunden später durch dessen Sohn bemerkt. Beamte der Polizeiinspektion Ochsenfurt leiteten nach der Verständigung durch die Familie des Vermissten um 01.00 Uhr sofort eine groß angelegte Absuche ein. Sie erhielten Unterstützung durch die örtliche Feuerwehr, den Rettungsdienst, mehrere Diensthundeführer und Mantrailer-Hunde und, soweit es das Wetter zuließ, auch einen Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera. Auch die Polizei aus dem angrenzenden Polizeirevier Bad Mergentheim war eingebunden.

Es wurden zahlreiche mögliche Anlaufadressen des Mannes überprüft und bekannte Wege des Rentners abgesucht. Er war ohne winterfeste Kleidung unterwegs und leidet an Demenz, somit war er dringend auf Hilfe angewiesen.

In der Anfangsphase der Personensuche waren die Feuerwehren Oesfeld, Bütthard und Sonderhofen mit Wärmebildkamera (WBK) an der Suche beteiligt. Im weiteren Verlauf wurden noch die Freiwiligen Feuerwehren aus Röttingen (WBK), Gaurettersheim und Höttingen, sowie aus dem angrenzenden Baden-Würtemberg die Feuerwehren Harthausen und Igersheim nachalarmiert.

Der Rettungsdienst war mit zahlreiche Schnell-Einsatz-Gruppen und Bereitschaften sämtlicher Organisationen eingebunden.

Die Einsatzleitung seitens der Feuerwehr wurde von Kreisbrandinspektor Christian Neeser und Kreisbrandmeister Christian Buchholz übernommen. Unterstützt wurden sie durch den Einsatzleitwagen der Sanitätseinsatzleitung Kater Würzburg-Land 12/2, der am Feuerwehrhaus Oesfeld stationiert wurde. Durch die Versorgungsgruppe des Roten Kreuzes wurde eine Verpflegung der Einsatzkräfte organisiert.

Erschwert wurde die Suche durch Schneefall, unwegsame Waldgebiete und die mangelhafte Digitalfunkversorgung. Da die Feuerwehr-Einsatzkräfte aus dem benachbarten Baden-Würtemberg noch nicht an das neue digitale Behördenfunknetz angeschlossen sind, wurde durch den Fach-Kreisbrandmeister Funk Florian Menth in Zusammenarbeit mit dem Kater 12/2 der Einsatzstellenfunk auch über das analoge BOS-Funknetz sichergestellt. Die Kommunikation mit der Integrierten Leitstelle Würzburg wurde über Festnetztelefon des Einsatzleitwagens sichergestellt.

Das Ortsgebiet wurde in Bereiche eingeteilt und systematisch durch die Einsatzkräfte abgesucht. Im weiteren Verlauf wurde die Suche auf einen Radius von ca. 5 km ausgeweitet.

Die Person wurde gegen 7.30 Uhr stark unterkühlt, aber stabil im Bereich einer Böschung bei Neubronn (BaWü) durch die Feuerwehr aufgefunden.

Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei und den eingesetzten Sanitätsorganisationen verlief äußerst reibungslos und professionell.

Eingesetzt waren ca. 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr und ca. 30 Sanitätseinsatzkräfte.

 

Dieser Bericht beruht auf Pressemitteilungen des Polizeipräsidium Unterfranken, sowie Informationen des KBM Christian Buchholz. - Fotos: Christian Buchholz

 


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