2017 08 06 baldersheim brandBaldersheim - Zwei Leichtverletzte und Sachschaden sind die Bilanz eines Brandes, der sich am Sonntagnachmittag in Baldersheim ereignete. Gegen 14.35 Uhr hatten Anwohner zunächst eine Rauchwolke aus einer Scheune in der St.-Georg-Straße bemerkt. Bei näherem Hinsehen erkannten sie dann, dass der Dachstuhl bereits völlig verqualmt war.

Die Eigentümerin des Anwesens war mit ihrem Sohn und dessen Freund gerade dabei, mit Eimern Löschversuche in der verrauchten Scheune durchzuführen. Sie verbot, die Feuerwehr zu rufen und verwies die Helfer vom Grundstück. Ein Zeuge löste trotz dieses Verhaltens den Notruf aus.

Daraufhin rückten die Feuerwehren Baldersheim, Aub, Sonderhofen, Gelchsheim und Röttingen mit 60 Mann an, löschten brennendes Stroh und räumten die Scheune komplett aus, um vorhandene Glutnester zu beseitigen. Ein Übergreifen des Feuers auf das Gebäude sowie das daneben stehende Wohnhaus konnte verhindert werden.

Auch nachdem die Brandgefahr beseitigt und größerer Schaden durch das Eingreifen der Feuerwehr verhindert worden war, zeigte sich die Eigentümerin der Gebäude uneinsichtig und abgeneigt gegen den Einsatz. Die 41jährige, ihr 15jähriger Sohn und ein weiterer Jugendlicher mussten mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation in das Krankenhaus Bad Mergentheim eingeliefert werden.

Die Frau machte über die Brandursache keine Angaben. Aus Zeugenbefragungen konnte die Polizei jedoch feststellen, dass sich das Feuer vermutlich nach dem unvorsichtigen Umgang mit einem selbst gebauten Grill entwickelte. Der Sachschaden hält sich mit 300 Euro in Grenzen.

 

Dieser Bericht beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Ochsenfurt - Text: Marstaller, PHK - Foto: Christian Neeser, Kreisbrandinspektor


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