IMG 2761Röttingen – „Nicht Masse, sondern Klasse“ war der Ausspruch des Abends bei der Herbstdienstversammlung im Inspektionsbereich Süd der Kreisbrandinspektion des Landkreises Würzburg, zu der sich kürzlich Kommandanten und Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren im Feuerwehrhaus Röttingen getroffen hatten.

Hauptpunkt des Abends war der Jahresbericht des Kreisbrandinspektors (KBI) Christian Neeser.

Im Vergleich zu den anderen Inspektionsbereichen des Landkreises kann der landwirtschaftlich geprägte Bereich nicht mit mehreren Tausend Einsätzen aufwarten; die 434 Einsätze, zu denen die Feuerwehren des Bereiches im Berichtsjahr 2017 alarmiert wurden zeigen deshalb die Klasse der Feuerwehren in den oft kleinen Ortschaften des Ochsenfurter Gaus.

In den 29 Feuerwehren des Inspektionsbereichs leisten 1140 Einsatzkräfte Dienst, 152 davon sind zu Atemschutzgeräteträgern ausgebildet. 181 Feuerwehrler aus 16 Feuerwehren stellten in Leistungsprüfungen ihr Können unter Beweis. Am Wissenstest der Jugendfeuerwehe nahmen 106 Jugendliche teil. Die Jugendfeuerwehren aus Bütthard und Sonderhofen stellten sich der Bayerischen Jugendleistungsprüfung.

Stolz konnte KBI Christian Neeser berichten, dass der Digitalfunk bei allen Feuerwehren seines Inspektionsbereiches eingeführt sei.

Im Berichtsjahr besuchten 15 Feuerwehrdienstleistende das Basis-Modul der Modularen Truppausbildung und starteten hiermit in die Grundausbildung der Feuerwehr. 17 Einsatzkräfte nahmen am Funkmodul, 33 am Erste-Hilfe-Modul teil. 23 Helfer ließen sich zu Atemschutzgeräteträgern ausbilden und 11 stellten sich der Prüfung zum MTA-Abschlussmodul und stehen nun ihren Feuerwehren als Truppführer zur Verfügung. Viele weitere Lehrgänge, wie Maschinistenlehrgang, Fahrsicherheitstraining, EDV-Fortbildungen, Schaumtrainer- und Helfer-vor-Ort-Lehrgang (HVO) wurden von einzelnen Teilnehmern besucht.

Bei insgesamt sechs Großübungen und einer Jugendgroßübung konnten in realistischer Weise Einsätze trainiert werden. An fünf Übungen wurden hierfür durch Manuela Scheuermann vom Team „Realistische Unfalldarstellung“ Verletzendarsteller geschminkt und präpariert.

114 Kinder und Jugendliche wurden in Kindergären und Schulen unter Leitung von Andreas Höfner in die Brandschutzerziehung eingeführt.

Zu den zuständigen Führungsdienstgraden KBI Christian Neeser, sowie die Kreisbrandmeister (KBM) Markus Dürr, Christian Buchholz und Felix Enzelberger, sowie Fach-KBM Atemschutz Edmund Michel und Fach-KBM Funk Florian Menth stellten sich der neue Fach-KBM HVO Markus Haberstumpf und der neue Abschnitts-Jugendwart Stefan Gruber vor.

Die Führungsdienstgrade des Inspektionsbereiches unterstützen ihre Feuerwehren bei rund 698 Terminen in Besprechungen, Schulungen und Einsätzen.

Erster Polizeihauptkommissar Maier von der Polizeiinspektion Ochsenfurt zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Feuerwehren im Altlandkreis Ochenfurt. Den Großbrand im Bereich der Zuckerfabrik Ochsenfurt, bei dem auch Feuerwehren des Inspektionsbereich Süd eingebunden waren, konnte er von Beginn an begleiten. Er betonte die besonderen Herausforderungen, vor denen Polizei und Feuerwehren stehen. Aufgrund der anhaltenden Sicherheitslage mit Terrorlagen bis in die ländlichen Regionen, wolle er für die Zukunft nicht ausschließen, dass Feuerwehren unter Polizeischutz besondere Einsatzlagen bearbeiten müssen und die Ausbildung auch auf diese Bereiche ausgeweitet werden müsse. Er dankte den Feuerwehren für die stets gute Zusammenarbeit und wünschte sich, dass alle Einsatzkräfte – gleich ob Feuerwehr oder Polizei – stets gesund von Einsätzen nach Hause kommen würden.

Abschließend bedankte sich Kreisbrandinspektor Christian Neeser bei den Feuerwehren, der Polizei, der Politik und seinen Führungskollegen für die stets gute Zusammenarbeit im Berichtsjahr 2017.

 

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Anmerkung des Autors: Ein Bericht mit den Informationen des Kreisbrandrates Michael Reitzenstein in den Herbstdienstversammlungen erfolgt nach Abschluss der Herbstdienstversammlungen in allen Inspektionsbereichen des Landkreises.

Dieser Bericht beruht auf einem Bericht des Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit - Text und Fotos: Dirk Wiesner

 


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