2016 09 aktionswoche waldbrandWeiterhin erhöhte Waldbrandgefahr in Unterfranken: Regierung verlängert vorsorglich Luftbeobachtung

Würzburg - Auf Grund der in ganz Unterfranken zwischenzeitlich anhaltenden allgemeinen Trockenheit und der aktuell hohen Temperaturen von teilweise über 30 Grad bei sehr langer Sonnenscheindauer, verlängert die Regierung von Unterfranken im Einvernehmen mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten der Bayerischen Forstverwaltung vorläufig bis einschließlich Sonntag, 25. Juni 2017 die Anordnung zur täglichen Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk.

In Unterfranken besteht nach den aktuellen Wettervorhersagen und dem Waldbrandgefahrenindex (WBI) in den nächsten Tagen flächendeckend hohe, teilweise sogar sehr hohe Waldbrandgefahr, die auch bis zum Wochenende so hoch bleiben wird. Eine flächendeckend hohe Gefahr besteht auch nach dem Graslandfeuerindex (GLFI), d.h. eine hohe Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs.

Die vorbeugende Luftbeobachtung findet dabei in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mittels ausgebildeter Luftbeobachter erfolgt in Unterfranken auf zwei Routen. Die Beobachtungsflugzeuge starten bei der so genannten Westroute von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt. Bei der so genannten Ostroute werden die Flugplätze Bad Neustadt a. d. Saale und Haßfurt genutzt. Im Rahmen der Luftbeobachtung achten die Luftbeobachter auch auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall. Die Verkehrsbeobachtung bildet einen zweiten Einsatzschwerpunkt für alle Luftbeobachter.

Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen.
Die Regierung von Unterfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds; die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten.

Dieser Bericht beruht auf Presseinfo 183/17 vom 21. Juni 2017 der Regierung von Unterfranken. - Pressesprecher Johannes Hardenacke


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