sicherheitstipps wald trockenTipps für das Verhalten an heißen Tagen

Würzburg - Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein – der „Sommer“ zeigt sich voraussichtlich bereits in den nächsten Tagen von seiner schönsten Seite. So könnten eventuell bereits wieder Temperaturen von 30  Grad erreicht werden. Den Hitzerekord in Deutschland stellte bekanntlich Kitzingen im Juli 2015 mit 40,3 Grad Celsius auf.

Doch solche hohen Temperaturen können auch ihre Schattenseiten haben. So starben im Sommer 2003 Schätzungen zufolge alleine in Frankreich rund 11.500 Menschen in Folge der hohen Temperaturen. Besonders Ältere und Kranke, aber auch Säuglinge und Kleinkinder sind bei langanhaltenden Hitzeperioden gefährdet.

Klettert das Thermometer über 30 Grad spricht man von einem heißen Tag. Aber allein das Thermometer sagt noch nichts über die Wärmebelastung aus. Sie wird mittels der sogenannten Gefühlten Temperatur bewertet. Diese Größe berücksichtigt alle Faktoren, die den menschlichen Wärmehaushalt bestimmen.

Bei warmen Temperaturen, schwachem Wind und hoher Luftfeuchtigkeit, spricht man von Schwüle. Viele Menschen empfinden große Schwülewerte als extrem unbehaglich, weil die natürlichen Anpassungsvorgänge des Organismus oft nicht ausreichen, um z.B. durch Schweißverdunstung dem Körper Wärme zu entziehen und damit abzukühlen.

Aber kleine Tricks helfen, um auch besonders heiße Tage gut zu überstehen:

  • Tragen Sie lockere Kleidung
  • Trinken Sie mindestens 2 - 3 Liter pro Tag, möglichst Mineralwasser oder verdünnte Säfte
  • Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke und Alkohol
  • Nehmen Sie möglichst nur leichte Kost zu sich
  • Decken Sie Ihren Mineralverlust, zum Beispiel durch salzhaltige Lebensmittel
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen
  • Suchen Sie Schatten auf
  • Tragen Sie in der Sonne stets eine Kopfbedeckung
  • Legen Sie Ihre körperlichen Aktivitäten im Freien möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden
  • Sorgen Sie für ausreichende Getränkevorräte
  • Gehen Sie sparsam mit Brauchwasser um

Achten Sie auch auf die Alarmzeichen, die der Körper sendet. Bei Krämpfen in Armen und Beinen oder Bauch, Schwindel, Schwäche oder bei Anzeichen für Austrocknung rufen Sie umgehend Hilfe bzw. einen Arzt. Entdecken Sie diese Anzeichen bei Ihren Mitmenschen, bringen Sie die betroffene Person an einen schattigen, kühlen Ort und lockern ihre Kleidung. Auch ein Glas ungekühltes Mineralwasser hilft bei Überhitzung.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Warnkriterien für amtliche Hitzewarnungen entwickelt. Dabei wird zwischen starker Wärmebelastung und extremer Wärmebelastung unterschieden.

Starke Wärmebelastung:

Wetterlage, die meist über mehrere Tage hohe Temperaturen, relativ hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Windbewegung und intensive kurz- und langwellige Sonneneinstrahlung aufweist. Die Gefühlte Temperatur* liegt über etwa 32°C. Aufgrund eines Akklimatisationseffektes kann dieser Schwellenwert bei frühen Hitzewellen und in nördlichen Breiten etwas niedriger, im Hochsommer und in südlichen Breiten etwas höher liegen.

Extreme Wärmebelastung:

Wetterlage, die meist über einen längeren Zeitraum extreme Temperaturen, relativ hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Windbewegung, intensive kurz- und langwellige Sonneneinstrahlung und eine geringe nächtliche Abkühlung aufweist. Die Gefühlte Temperatur* liegt über etwa 38°C. Aufgrund eines Akklimatisationseffektes kann dieser Schwellenwert bei frühen Hitzewellen und in nördlichen Breiten etwas niedriger, im Hochsommer und in südlichen Breiten etwas höher liegen.

Der Deutsche Wetterdienst informiert über Radio, Fernsehen und Internet.

* Die Gefühlte Temperatur beschreibt den Wärmehaushalt des Menschen und ist abhängig von der Lufttemperatur, der Luftfeuchte, den Strahlungs- und Windverhältnissen aber auch vom jeweiligen Menschen selbst und dessen Bekleidung.

 

Download: Flyer „Hitze – Vorsorge und Selbsthilfe“

 

Dieser Bericht beruht auf Presseinfo 174/17 vom 19. Juni 2017 der Regierung von Unterfranken.


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